Ist Sex gut fürs Wohlbefinden?

Wieviel Sex ist gesund?

Eine globale Studie (in 35 Ländern) zum sexuellen Wohlbefinden belegt, dass sexuelle Beziehungen eine wichtige Voraussetzung für körperliches und psychisches Wohlbefinden sind und damit „integraler Bestandteil für die Aufrechterhaltung der Lebensqualität und der Gesundheit“.  Das Thema ist also in Bezug auf Land und das Geschlecht unabhängig vorhanden.

 

„Wer Sex will, aber keinen bekommt, erlebt einen „Sexout“ - diesen Begriff hat der Lebenskunstphilosoph Wilhelm Schmid eingeführt. „Sexualität war lange ein Tabuthema und wurde dann das Gegenteil“, sagt er über die gesellschaftliche Überbetonung von Sex. Und schätzt, dass etwa 80 Prozent der Männer und 20 Prozent der Frauen darunter leiden, zu wenig Sex zu haben.“ (Auszug aus www.welt.de/icon)

 

Oft ist es leider so, dass Mann seinem Bedürfnis nach Sex und körperlicher Nähe nicht in gewünschtem Umfang nachgehen kann. Es fehlt die (Sex-) Partnerin, die eigene Partnerin möchte weniger Sex, im Alltag bleibt zu wenig Zeit uvm. Das heißt, es sind nicht nur Singles davon betroffen, sondern auch in Beziehungen gibt es Phasen, in denen der Sex, aus den unterschiedlichste Gründen, in den Hintergrund tritt.

 


Was bewirkt guter Sex?

 Sex tut gut. Guter Sex noch besser. Was du für dich unter „gutem Sex“ verstehst, liegt ganz bei dir und deinen Bedürfnissen und ist individuell. Und er ist immer dann gut, wenn die Dosis für alle Beteiligten stimmt.

 

Sex ist mehr Wert als jeder Sport. Ein Orgasmus bringt den Hormonhaushalt in Schwung, der Testosteron- und Östrogenspiegel steigen an. Es macht Männer widerstandsfähiger. Ausgeschüttete Endorphine sorgen für ein Hochgefühl, das sonst erst nach langem Ausdauertraining entsteht. Dieses Wohlgefühl ist wiederum gut für die Psyche, ebenso die Entspannung nach dem Orgasmus.

 

Sex bietet für den Mann eine gute Möglichkeit, den Muskelaufbau zu fördern – hierfür ist maßgeblich das Hormon Testosteron beteiligt. Sexualhormone machen außerdem glücklich und lindern Schmerzen. Allein die Erektion ist gesund, da sie frisches Blut in die Schwellkörper bringt.

 

Sex verbessert die Prostatagesundheit.  Jeder Samenerguss dient der Reinigung der Prostata. Hierbei werden z. B. Keime aus den unteren Harn- und Spermawegen ausgeschwemmt.

 

Sex hilft bei Einschlafproblemen. Bisher eher ein Problem (vor allem für die Frauen): nach dem Sex zeigt Mann die Tendenz zu schnellen Einschlafen. Das Hormon Oxytocin ist ein natürliches und intensives Schlafmittel.

 

Und nicht vergessen – kein Sex ohne Küsse. Hierbei wird die Speichelproduktion gefördert, dieser ist z. B. reich an Immunglobulinen vom Typ A (körpereigene Antikörper), die viele Krankheitserreger bekämpfen. Außerdem mineralisiert Speichel den Zahnschmelz. Einfach gesagt: Küssen macht schöne Zähne.

 

Gesundheitliche Vorteile hat Sex nur, wenn er mindestens 20 Minuten lang dauert – denn erst jetzt wird die Produktion des Botenstoffes Dopamin angeregt. Dopamin bewirkt einen intensiven Stressabbau. Daher zählt Sex nicht umsonst zu den Maßnahmen des ganzheitlichen Stressmanagements. Er wirkt belebend bei Antriebslosigkeit und entspannend, wenn der Alltagsdruck zu groß wird.

 

Die Ausschüttung von Endorphinen nimmt ebenfalls mit der Dauer der sexuellen Betätigung zu.

 


Negative Folgen bei zu wenig Sex

Du glaubst, du bist alleine damit, dass du dich mit zu wenig Sex unwohl fühlst?

 

Jeder empfindet den Mangel an Sex oder gutem Sex unterschiedlich. Durchstöbert man entsprechende Foren und Beiträge findet man folgende Aussagen:

 

„…ich werde aggressiv und schlecht gelaunt…“

 „…ich werde nach einigen Tagen ohne Sex unausgeglichener…“

 „…aber innerlich ärgere ich mich und bin leicht frustriert…“

 „…ich habe Sexdurst…“

 „…irgendwann vergeht die Lust…“

„…ich werde grantig und unausstehlich…“

 

Das sagen Männer und Frauen. Und wie oben schon erwähnt: Sexuelle Unzufriedenheit ist nicht nur Singles vorbehalten und sie ist bei Paaren die Quelle für Unzufriedenheit in der Beziehung.

 

Hier ein Auszug körperlicher Folgen, wenn du keinen Sex hast:

Die Stressanfälligkeit kann sinken, der Muskelaufbau kann stagnieren, die Libido kann sinken,  Erektionsstörungen können auftreten, das Immunsystem wird schwächer, die Lebenserwartung kann sich verringern, das Übergewicht kann steigen.

 


Was kannst du tun?

 Kein Partner oder kein Sexdate in Sicht? In deiner Beziehung ist das Sexleben eingeschlafen?

 Trotzdem musst du nicht auf die gesunde Wirkung von Sex verzichten.

 

Es ersetzt zwar nicht die körperliche Nähe eines anderen Menschen, trotzdem weist auch Selbstbefriedigung einen gesundheitlichen Nutzen auf.

Sogar sexuelle Phantasien sind gesund. Du musst nicht zur Tat schreiten. Du kannst deine Augen schließen und dich erregenden Tagträumereien hingeben.

Der Flirt mit einer Frau führt beim Mann schon zu einer körperlichen Reaktion, da er sich hier bereits den Phantasien hingibt.

Und die Testosteronbildung im Hoden wird bereits beim Ansehen einschlägiger Abbildungen oder Filme angeregt.

 

Das alles sind keine Dauer- oder Endlösungen. Aber sie können dir helfen, Durststrecken in Bezug auf ein erfülltes Sexleben zu überbrücken.

 


Klartext

Sex ist für mehr gut als nur zur Fortpflanzung. Sex bringt uns in unsere Mitte und gleicht innerlich aus. Er ermöglicht einen wohltuenden Zustand seelischer Balance, den Mann und Frau sich unbedingt gönnen sollte.

 

Männer sind bestimmt mehr davon betroffen, zu wenig Sex zu haben als Frauen, da die sexuelle Lust bei Männern oft größer ist.  Die weibliche Sexualität, Lust und Begehren sind neben persönlichen Erfahrungen in hohem Maße von kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Normen, Interessen und Vorurteilen abhängig.

 

Dabei wirkt sich Sex positiv auf das äußere Erscheinungsbild bei Frauen aus. Eigentlich ein unschlagbares Argument für regelmäßigen Sex.

 

Ein ganz wichtiger Aspekt noch am Schluss:

Neben den erwähnten gesundheitlichen und psychischen Auswirkungen führt zu wenig Sex zu einem mangelnden Selbstwertgefühl. Für dich ist es wichtig, dich als guter Liebhaber zu zeigen. Für dich ist es wichtig, als Mann und mit deiner Sexualität begehrenswert zu sein.  Du bist enttäuscht, wenn sich keine Frau für dich interessiert. Ein mangelndes Selbtwertgefühl macht es schwieriger, Frauen kennenzulernen. Ein Teufelskreis.

Darüber müssen wir reden!

 

 

 

 

Quellen: www.gesund.co.at  www.Zentrum-der-Gesundheit.de  www.welt.de  www.brigitte.de

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